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In/side/out of Paris Airport

Heise Online zieht ein Fazit über die gerade zu Ende gegangene re.publica 2013 in Berlin, die sich das Motto In/side/out gegeben hat.

Eigentlich hätte ich nie auf  eine mittlerweile so sichtbare Berichterstattung über das „Familientreffen der Netzgemeinde“ reagiert, wenn meinem Netzfreund @Harinjaka nicht eine so unglaubliche Geschichte auf dem Pariser Dinosaurier Flughafen Charles-de-Gaulles zugestossen wäre. Der TED Fellow Andriankoto Harinjaka Ratozamanana war als Speaker zur re:publica 2013 in Berlin eingeladen, um das von ihm mitbegründete Habaka-Netzwerk vorzugestellen. Das war den französischen Grenzbeamten aber so was von egal:

Für Natives, die bei Reisen im Realen daran gewöhnt sind, von der Bordkarte über das Bahnticket bis zur Hotelreservierung alle Dokumente auf ihrem iPhone gespeichert zu haben, war der verspätete Auftritt von Andriankoto Harinjaka Ratozamanana eine ganz unglaubliche Geschichte. (Heise Online: re:publica, die Internetmesse)

Mehr Details zur Abschiebehaft statt re:publica bringt Patrick Stegemann von der Bundeszentrale für politische Bildung. Der eingeschaltete Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Markus Löning von der FDP wird von der Presse ungeachtet seiner natürlich nicht öffentlich bekannten Aktivitäten in diesem Fall lediglich mit einem lakonischen „Das ist bei der Einreise dumm gelaufen“ zitiert.

Dumm gelaufen? Wenn es bei uns in Deutschland ein Problem mit der Polizei gibt, hat man es meist mit 2 bis 3 Beamten als Gegenüber zu tun. Auf dem Pariser Flughafen Charles-de-Gaulles konnte ich selbst schon beobachten, dass auch bei kleinsten Zwischenfällen oder Kontrollen sich gleich 6 bis 7 schlecht gekleidete Beamte der Gendarmerie um den Auserwählten rum lümmeln.

Und dann erklär denen mal etwas von einer eigentlich nicht für die Einreise notwendigen Hotelreservierung, online verfügbar auf einem Cloud-Spreicher oder Account und somit jederzeit überprüfbar. Und wenn die Blauen dann noch behaupten, der es gäbe am Charles-de-Gaulles-Flughafen keinen Internetzugang, dann hilft auch die vom Omnisophen Gunter Dueck auf der re:publica geforderte „ethnokulturelle Empathie“ nicht weiter. Dumm. Aber nicht „Dumm gelaufen“.

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