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Das Madagaskar-Dilemma

Den Alltag der Menschen auf Madagaskar bestimmt nicht die Schönheit ihrer Insel, sondern Verzweiflung.

© tanalahy - Katta - photo sharing Die Malagasy haben ein Sprichwort, das den Fatalismus in schöne Worte kleidet. Sie sagen: “Aleo maty rahampitso toy izay maty androany”, zu Deutsch: “Es ist besser, morgen zu sterben als heute.”

Eine Geschichte über Artenschutz, Raubbau an der Natur und soziale Verwerfungen. Auch über Roger Thunam, dem Holzbaron von Antalaha – gefunden in National Geographic Deutschland, Ausgabe 9/2010 und veröffentlicht bei Spiegel Online mit dem bittersüßen Titel Ein Wunderland wird geplündert. Oder alles auf Rot: Das Madagaskar-Dilemma.

Doch der kleine Aufschwung in Antalaha wird sich als Illusion erweisen.  So wie die  Saphir-Mine von Ilakaka im Süden des Landes kein Glück brachte sondern immer mehr Banditen in die Welt setzte, die nun den Isalo-Park und die Route Nationale 7 bedrohen.

Man muss nicht einmal an die verheerenden langfristigen Folgen eines geplünderten Waldes denken: an das Verschwinden von Edelhölzern, das Aussterben von Lemuren und anderen endemischen Arten, die Bodenerosion, die verschlickten Flüsse, das Ausbleiben der zahlungskräftigen Touristen. Steigende Preise für Fisch, Reis und andere Produkte des täglichen Bedarfs treffen den Malagasy Way-of-Live an der empfindlichsten Stelle.

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