Auf der Suche nach undichten Stellen in der CDU hat der künftige Generalsekretär Andreas Krautscheid ein Blog ins Visier genommen, das Dokumente aus der CDU veröffentlicht haben soll.
Das Blog Ruhrbarone berichtete, Rüttgers drohten nach der “Rent-a-Rüttger” Affaire beim “Rüttgers Klub” im Wahlkampf “noch jede Menge böser Enthüllungen” und irgendwie sind auch irgendwelche interne Schreiben aus dem Innenleben der NRW-CDU mit im Spiel. Das ruft sofort den Wüst-Nachfolger als Generalsekretär, Andreas Krautscheid auf den Plan.
“Es ist eine neue Qualität, dass ein Blog mit geklauten E-Mails arbeitet”, zitiert das “Handelsblatt” Krautscheid. Und in grober Missachtung des auch ihm sicher bekannten Streisand-Effektes setzt er die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf auf den Fall an. Andererseits ist es auch ein neue Qualität, dass ein Finanzminister mit geklauten Bankdaten arbeitet.
Das Blog Wir in NRW warf den ersten Stein zurück und warf Krautscheid vor, er wolle “investigativen Journalismus in NRW kriminalisieren”.
Auch Andreas Krautscheid’s Versuch, mit einem Video-Clip auf einem CDU-Blog alle Blogger in NRW zu umarmen und zu beruhigen zeigt, dass er bei der Deutschen Telekom in Bonn die politische Kommunikation von der Pike auf gelernt hat. Ist es glaubhaft, dass der von ihm beauftragte Staatsanwalt nur die Maulwürfe aus den eigenen Reihen der CDU ausfindig machen soll? Für einen Generalsekretär wäre das ein denkbar schlechter Start. Sein wahres Problem: Die fatale Verquickung von Staatsamt und Parteiamt im System Rüttgers.
Es bleibt also spannend in NRW, denn erstmalig hat die schwarz-gelbe Koalition in Düsseldorf in Umfragen der Demoskopen keine Mehrheit mehr.
Links zum Thema
- Telepolis – Rüttgers legt sich mit Bloggern an












