Keine Chance hatten Meeresbiologen auf der Tropeninsel Madagaskar, die den Kadaver eines gestrandeten toten Wals sechs Kilometer nördlich der Hafenstadt Tulear untersuchen wollten. Denn die Anwohner zerlegen den gestrandeten Wal in Rekordtempo.
Der Fund des 20 Meter langen und etwa 16 Tonnen schweren Meeresriesen hatte im Südwesten der weltweit viertgrößten Insel laut der Tageszeitung “L’Express” einen regelrechten Run ausgelöst.
Anwohner schnitten mit langen Messern riesige Fleischstücke heraus, die sie im benachbarten Toliara auf dem Markt verkauften. Nicht einmal Knochen seien zurückgeblieben, berichtete die Zeitung.
Eigentlich sollte das Skelett für das Ozeanographische Museum in Tulear präpariert werden. Über die Todesursache des Giganten, der Verletzungen – möglicherweise von einer Schiffsschraube – aufwies, konnten keine genauen Angaben gemacht werden.
Sein Kadaver befand sich an einem Ort, an dem der Fluss Fiherenana in den Kanal von Mosambik mündet. In der Wasserenge zwischen der Insel und der afrikanischen Ostküste wurden wieder mehrere Buckelwale gesichtet.












