Madagaskars einzigartige Artenvielfalt ist erneut bedroht: Tierschmuggler nutzen das derzeitige politische Chaos, um unbehelligt bedrohte Arten außer Landes zu schaffen.
Dennoch diskutierte der Tierausschuss des Washingtoner Artenschutzübereinkommens am 20. April in Genf, das bisherige Handelsverbot für dutzende Reptilienarten aufzuheben.
Besonders skurrile oder seltene Arten sind bei Sammlern weltweit begehrt. Tierhalter in aller Welt zahlen Höchstpreise für Reptilien aus Madagaskar. Die begehrten madagassischen Chamäleons, Taggeckos, Goldfrösche und Strahlenschildkröten werden so am Zoll vorbei ins Ausland gebracht.
In der jetzigen Situation ist es nur schwer vorstellbar, dass in Madagaskar ein kontrollierter Handel mit begehrten Arten funktioniert. Auch die geschützten Regenwaldbebiete an der Ostküste werden durch illegale Holzeinschläge geplündert. Durch die instabile politische Lage in der Hauptstadt Antananarivo findet eine Kontrolle dieses Schmuggels Beobachtern zu Folge kaum noch statt.
Vor allem aus den Nationalparks Masoala und Marojejy im Nordosten, der Heimat von Pfeffer und Vanille, dringen zunehmend Berichte über den illegale Einschlag von Edelhölzern an die Öffentlichkeit. Es ist zumeist Eben- und Rosenholz das von der lokalen Mafia in Verbindung mit ausländischen Profiteuren geschlagen und vor allem nach China exportiert werde, berichten die Umweltschützer. Sie befürchten, dass diese seltenen Bäume bald auf ewig verschwunden sind.
Mehr Information gibt es zu diesem dringenden Thema beim Pro Wildlife e.V. selbst.
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