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Wolfram Alpha, Deep Thought und die 42

Die Antwort 42 ist das kürzeste und bekannteste Zitat aus dem Roman Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams. Der  Roman avancierte innerhalb kurzer Zeit zu einem Klassiker der Science-Fiction-Literatur.

Es handelt sich bei 42  um die Antwort auf die vom Autor bewusst unklar gelassene Frage “nach dem Leben, dem Universum und allem” (life, the universe and everything). Anhand dieses Inputs wurde die Antwort vom zu diesem Zeitpunkt größten existierenden Computer Deep Thought errechnet und ist mit absoluter Sicherheit korrekt. Nur ist damit nichts anzufangen, weil niemand weiß, wie die Frage eigentlich genau lautet.

Im Umkehrschluss haben vor fünfzig Jahren, noch in der Frühzeit der Computer, viele erwartet, dass man dem Computer nur eine Sachfrage stellen müsste, und ihn die Antwort ausrechnen lässt. Aber dazu kam es nicht. Statt dessen irren wir durch den von Google kultivierten Keyword Wald, um uns dann von bezahlten Ergebnissen retten zu lassen. Mit  Wolfram Alpha soll doch noch alles anders werden.

Nun glaubt der begnadetete Mathematiker Stephen Wolfram, sei man an einem Punkt, an dem dieses Versprechen endlich einzulösen sei. Die von ihm konzipierte Frage und Antwort Maschine Wolfram Alpha soll Google das Fürchten lehren.

Was es nicht ist

Es wirft nicht einfach Dokumente in Listen aus, die neben einem Suchwort vielleicht die Antwort enthalten, wie Google, und es ist nicht einfach eine gigantische Wissensdatenbank wie Wikipedia.

Was es sein soll

Wolfram Alpha berechnet die Antworten auf eine breite Palette von Fragen. Berechnen aber ist bei Wolfram Alpha das entscheidende Stichwort. Es besteht, den bisher verfügbaren Informationen zufolge, aus drei Teilen: Einer gigantischen Datenbank, einer gewaltigen Ansammlung von Algorithmen und einem Übersetzer, der aus sprachlich formulierten Fragen Rechenaufgaben macht, die von den Algorithmen unter Zugriff auf die Datenbasis gelöst werden können.

Also keine durch Webcrawler zusammengesuchten Informationen mehr, sondern, wie Wolfram selbst schreibt, “kuratierte” Daten, und zwar “Billionen” davon. Kuratiert heißt: Wolframs Team hat die Datensätze ausgewählt, ihre Quellen als verlässlich eingestuft.

Das Genie

Stephen Wolfram wird als Genie bezeichnet. Der 49-jährige Physiker und Mathematiker hat bereits für Furore gesorgt. 1988 stellte er “Mathematica” vor, eine Software, die von Wissenschaftlern und Finanzanalysten für komplizierte Berechnungen genutzt wird. 2002 veröffentlichte er sein vieldiskutiertes Buch A New Kind of Science. Wolfram beschreibt darin, wie man mit Hilfe einfacher Computerprogramme auch komplexe Vorgänge in der Natur erklären kann.

Beta-Tester bei Alpha

Das Genie hat also eine Wissensmaschine für Genies entwickelt. Ob auch Normal-Begabte wie ich die Maschine nutzen können, soll ein Vorab-Test zeigen, für den ich mich beworben habe. Bis dahin wird munter weiter gegoogelt, solange es Google noch gibt. Telepolis zeigt sich zu diesem Hype gewohnt kritisch. Auch besser so.

Wolfram|Alpha Is Coming!

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