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Firefox telefoniert mit Google, Chrome sowieso

Angesichts der Tatsache, dass vom allgemeinen Gebrauch des Google-Datenerfassungs-Browsers Chrome nur abgeraten werden kann, könnten IE- und Firefox-Anhänger sich freuen. Aber dem ist nicht ganz so. In seiner Voreinstellung teilt Firefox Google ebenfalls mit, welche Seiten ein Surfer aufruft.

Wer sich die Konfiguration per about:config in der Adresszeile genau ansieht, indem er nach “safe” filtert, stößt auf interessante Eintragungen in der Firefox-Konfiguration.

Das Surfverhalten landet bei Google

Das Surfverhalten landet bei Google

Hier sieht man also, ob sein Surfverhalten bei Google landet. Wenn browser.safebrowsing.enabled den Wert true hat, läuft die Registrierung der URLs bei Google. Abhilfe schafft es, den Wert auf false zu setzen. “safebrowsing” bedeutet, dass Google bei jeder URL anhand einer Liste prüft, ob es sich um eine sogenannte “böse” Webseite handelt.

Firefox sendet aber angeblich nicht jede URL zu Google, sondern lädt von Google eine Tabelle mit Hash Werten von als Malware gekennzeichneten Webseiten. Erst bei einer Übereinstimmung wird die URL tatsächlich verglichen und bei Bedarf der Surfer gewarnt.  Nur am Rande erwähnt: Wer bei diesem Verfahren seine Festplatte vor starken Belastungen schützen möchte, der lese besser einmal unter Nebenwirkungen des Firefox 3.0 Phishing- und Malware  Schutzes nach.

Das ist sicherlich ein schönes Tool für den Benutzer, es sei denn, …? Wer sich in den AGB’s von Google ein wenig auskennt und seine Webseiten über Google Adsense refinanziert, der könnte beim Besuch von konkurrierenden Marketing-Tools kompromittiert werden. Und wenn Google diese Anbieter intern plötzlich als “böse” einstuft?

Es stärkt das Vertrauen in Firefox auch nicht, dass Google zu den Hauptfinanziers der Mozilla Foundation gehört. Aber das könnte sich mit dem Einsatz des Chrome-Browsers bald ändern, sobald der Marktanteil zweistellig wird.

Der große Unterschied: Firefox besitzt keine Install/User-ID wie der Chrome. Damit ist man also nicht dauerhaft trackbar. Und ohne Nachbearbeitung bleibt die Chrome User-ID  auch bei einer Deinstallation des Chrome-Browsers im System erhalten. In diesem Zusammenhang stößt  unangenehm auf, dass sich der Chrome Browser nicht in die üblichen Windows Verzeichnisse installiert. Aber an solche Regeln hat sich Google und seine Software schon öfters nicht gehalten.

Nur am Rande erwähnt: Bei VaoVaoWeb Projekten erscheinen bisher nur 0.5% aller Besucher mit Chrome.

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1 Kommentar zu “Firefox telefoniert mit Google, Chrome sowieso”

  1. wehono sagt:

    ich räume grade mein Notebook auf :-)
    und bin da im Verzeichnis c:\Dokumente und Einstellungen\XXX\Anwendungsdaten\Mozilla\Firefox\Crash Reports\UserID auf eine eindeutig Nummer gestoßen. Habe sie umbenannt, Firefox gestartet und es wurde sofort eine neue angelegt. Einen Crash Report gab es nicht ….
    Wenn denn schon bei einem CrashReport eine UserID angelegt wird, dann sollte das doch erst der Fall sein, wenn ein Crash passiert ?!?

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