Als Nichtraucher kann man nur laut hustend die Flucht ergreifen. Castro II hat gerade die Macht auf Kuba übernommen und eine vorsichtige Öffnung des Landes ist in Sicht. Für Kubas berühmtesten Exportartikel, die Zigarre, beginnt nun der große Sprung auf die Weltmärkte. Umgerechnet 20 Euro bekommt eine Zigarren-Dreherin im Monat. So viel kostet in Europa allein eine gute Premium-Zigarre. Die deutschen Händler finden das gar nicht seltsam. Sie denken an die nach Kuba geschleusten Devisen.
Ein Händler bedauert, dass nun leider niemand so viel verpaffen kann, wie nötig wäre, um die heruntergekommene Altstadt Havannas zu sanieren. Soviel Dekadenz erinnert fast schon wieder an die Zeiten des Diktators Batista, als amerikanische Politiker, Leinwandstars sowie New Yorker Mafia-Bosse in Havanna wohnten. Heute wie damals ein Kontrast zu dem bettelarmen Insel-Alltag, der auch 2008 unter einer unnachgiebigen US-amerikanischen Sanktionspolitik leidet. Was tun gegen die Misere? Das sozialistische Regime umwirbt reiche Zigarren-Liebhaber aus der kapitalistischen Welt.
Dazu passt die Meldung, dass Kuba bis zum Jahr 2010 insgesamt 30 neue Hotels errichten will. Die Finanzierung der neuen Anlagen mit rund 10.000 Zimmern soll aus Spanien und China kommen. Was wird die Ex-Supermacht USA dazu sagen?












