Auf der vor Afrika gelegenen Tropeninsel Madagaskar hat der Zyklon “Ivan” eine Schneise der Verwüstung geschlagen und nach Medienberichten bis zu elf Menschen getötet. Auf der früheren Piraten- und heutigen Urlauberinsel Sainte Marie an der Ostküste sind mindestens neun Menschen unter den Trümmern des zerstörten Touristenhotels Antsara verschüttet.
Über ihr Schicksal sei seit Sonntag nichts bekannt, erklärte die nationale Katastrophenstelle. Die Telefon- und Funkverbindungen seien unterbrochen. Die Nationalität der Opfer ist noch unklar. Einem der verschütteten Opfer gelang es noch, ihren Vater per Mobiltelefon anzurufen, bevor die Verbindungen gekappt wurden. Das Antsara Hotel liegt im Norden von Sainte Marie.
Der tropische Wirbelsturm hatte sich gut drei Tage lang mit Windgeschwindigkeiten von rund 230 Stundenkilometern über Madagaskar ausgetobt und driftet inzwischen mit nachlassender Kraft in Richtung Mosambik. Durch umstürzende Bäume und Mauern wurden etliche Menschen verletzt. Bei der 140 Kilometer östlich der Hauptstadt Antananarivo gelegenen Ortschaft Andasibe wurden mehr als 4.000 Menschen obdachlos. In Tamatave ist der Hafen außer Betrieb, ein Teil der Stadt überflutet. Landesweit blieben die Schulen aus Sicherheitsgründen am Montag und Dienstag geschlossen. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen.
Wegen der starken Regenfälle ist das Hochland von Überschwemmungen bedroht. Auch die Hafenstadt Mahajunga steht unter Wasser. Und dies ist der Anfang. Der Trend zu immer stärkeren Wirbelstürmen ist in den letzen Jahren auch in Madagaskar erkennbar geworden.
Mittlerweile ist das Umland von Antananarivo von Überschwemmungen bedroht. Die Aktivisten von Foko, It takes a village to raise an idea stellen dieses Video zur Verfügung.















[...] Planet Vaovaoweb [...]
[Update] Judith et Laurent, Besitzer des zerstörten Hotels Antsara im Norden von Sainte Marie, sind nach Tana zurück gekehrt. Es war Judith’s Anruf bei ihrem Vater in Tana, der von der Presse aufgegriffen wurde.In dem Bericht des L’Express ist von Toten in der Hotel-Anlage nicht mehr die Rede.