Keine Metros, keine Post, keine Schule, keine Zeitungen – die Streikwelle gegen die von der Regierung Sarkozy geplanten Rentenkürzungen in Frankreich erreicht nach einer Woche einen neuen Höhepunkt. Heute ist auch ein Großteil der etwa fünf Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes im Ausstand.
Aus Protest gegen die Politik von Staatspräsident Nicolas Sarkozy wollen Lehrer sowie Mitarbeiter von Post, Telekom und Air France ihre Arbeit niederlegen. Dagegen ist der in Deutschland z.B. von Spiegel Online zum “Desaster” hochgejazzte Lokführerstreik der GDL nur eine außergewöhnliche Betriebsversammlung.
Betroffen ist auch der Flugverkehr auf den Pariser Großflughäfen, da sich Fluglotsen an den Protesten beteiligen. An den Pariser Flughäfen Roissy und Orly kommt deshalb laut der nationalen Luftfahrtbehörde zu Verspätungen von bis zu 45 Minuten. Einige Flüge fielen ganz aus. Da Paris das Drehkreuz für Flüge nach Madagaskar ist, wird es für deutsche Toursiten noch unkomfortabler, ihren Zielflughafen Ivato bei Antananarivo (mit Gepäck!) zu erreichen.
Wenn in Frankreich gestreikt wird, dann aber richtig.
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