Die Voraussetzungen waren für Ernst Middendorp klar und deutlich vor dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg: Sieg oder flieg. Wie neue Aussagen der Vereinsführung belegen, war der umstrittene Trainer in der Halbzeit der Partie so gut wie entlassen, denn im ersten Abschnitt lieferte die Arminia eine völlig “indiskutable” Leistung ab. Erst eine von vielen Zuschauern nicht mehr für möglich gehaltene Steigerung brachte den 3:1-Erfolg.
Danach gab der Bielefelder Präsident Hans-Hermann Schwick merkwürdige Interviews: “Wenn wir wieder verloren hätten, wären es acht Spiele ohne Sieg gewesen. Wir wollen aber, dass die Arminia den Klassenerhalt schafft, egal wie. Und da will man sich nachher nicht vorwerfen lassen, man hätte zu spät reagiert.” Hätte er nicht mehr sagen müssen, es sei denn, dem Trainer sollen die wahren Machtverhältnisse auf der Alm exemplarisch aufgezeigt werden.
Der Coach selbst wirkte hinterher zermürbt von der Kritik der letzten Wochen. Beim Pokalsieger 1. FC Nürnberg gibt es trotz der prekären Lage keine Trainerdiskussion.
Ob jetzt der Däne Jonas Kamper im Arminia Team vor jedem weiteren Spiel seine legendären Worte vom Dortmund-Spiel “We have to fight weiter” wiederholt?
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