Eine Woche nach den ersten Protesten auf dem Trocadero von Paris geht die Protestbewegung gegen die neuen Einwanderungsgesetze der Regierung Nicolas Sarkozy weiter. Im Mittelpunkt steht der geplante DNA Test zur Feststellung der biologischen Abstammung von Kindern beim Familiennachzug. Diesmal werden die Demonstranten von verschiedenen französischen Organisationen unterstützt. Die “Sans Papiers” Bewegung in Frankreich meldet sich zu Wort.
Während dessen dauern die Streiks französischer Bahngewerkschaften noch an. Im Großraum Paris war der Verkehr am Morgen am fünften Tag in Folge erheblich gestört. “Die Flitterwochen sind vorbei!”, stand auf einem handgeschriebenen Plakat, das eine Demonstrantin auf dem Place de la République zeigte. “Auch wir wollen die Scheidung!”
Staatschef Nicolas “Speedy” Sarkozy setzt erst mal auf seine Kumpels und holt den befreundeten französischen Rugby-Nationaltrainer Bernard Laporte in seine Regierung. Laporte hat keine Ahnung von Politik. Das Wochenmagazin “L’Equipe Magazine” hat noch am Samstag berichtet, dass Steuerfahnder in Laportes Firmen auf “doppelte Buchführung, Missbrauch von Gesellschaftsvermögen, Veruntreuung, die Überweisung verdächtiger Mittel, falsche Rechnungen, Schwarzarbeit und Barabhebungen” gestoßen seien.
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